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Die Ernährung

Die Ernährung der Fische ist fast so vielfältig wie ihre Artenzahl. Einige Arten sind 'Opportunisten', das bedeutet, die fressen alles, was an Verdaulichem in ihre Reichweite kommt. Sie verfügen daher über einen entprechend robusten Verdauungsapparat. Andere wiederum sind hoch spezialisiert, sie nehmen nur ganz spezielle Nahrung zu sich und haben einen Verdauungstrakt entwickelt, der nur an diese spezielle Kost angepasst ist.

Fisch fressende (ichthyophage) Spezies haben immer einen kurzen Verdauungstrakt, der geeignet ist, leicht verdauliche Nahrungsmittel mit hohem Proteingehalt rasch zu assimilieren.

Pflanzenfresser dagegen benötigen einen viel längeren Darm, um die großen Mengen an relativ schlecht verdaulicher Nahrung umzuwandeln. So wird verständlich, dass ein Raubfisch pflanzliche Nährstoffe verschmäht, während andere Arten, die von Natur aus Pflanzenfresser sind, wohl Futter für Fleichfresser aufnehmen können, dann aber nicht selten mit Verdauungsstörungen oder noch größeren Problemen konfrontiert sind, die zur Sterilität oder zu einem frühen Tod führen können.
Auch die Art der Futteraufnahme hat eine große Bedeutung für die verschiedenen Arten. Einige Fische nehmen die Nahrung von Natur aus an der Wasseroberfläche auf, andere in der Mitte des Wasserkörpers, und wieder welche vom Boden. Vielen nehmen, einmal an die Verhältnisse im Becken gewöhnt, artfremde Gewohnheiten an, während andere an den angeborenen Verhaltensweisen festhalten. Das tun sie vor allem dann, wenn ihnen die spezielle Mundstellung nur ein bestimmtes Fressverhalten erlauben. Bodenfische können vor Hunger sterben, wenn ihnen nur schwimmendes Futter angeboten wird, oder wenn das gesamte Futter schon von anderen Fischen gefressen wird, ehe ein Teil den Boden erreicht. Oberflächenfische können im Gegensatz dazu zum Fasten gezwungen werden, wenn ihnen allzu schnell absinkendes Futter angeboten wird.

Auch die Größe der Futterstücke ist von Bedeutung. Sie sollten genügend groß sein, um gesehen werden, aber auch klein genug, um problemlos verschluckt zu werden.
Ein wichtiger Faktor ist die Menge des angebotenen Futters, sie muss artgemäß sein. Am Besten ist es, Futter in kleinen Mengen so lange zu verabreichen, bis das Interesse des Fisches daran schwindet und anschließend Reste davon zu entfernen. Die Häufigkeit des Fütterns hingegen hängt von der zu fütternden Art ab. Hält man eine Fleisch fressende Spezies, die in der Natur daran gewöhnt ist, etwa alle 2 Tage einen Fisch zu erbeuten, der nur halb so groß ist wie das Individuum selbst, so sollte man solche Tiere in ähnlicher Art füttern. Tiere, die von Natur aus ständig Nahrung aufnehmen, werden sich hingegen am mehreren kleinen Mahlzeiten am Tag erfreuen.

Schließlich müssen noch Faktoren wie Alter der Fische und die Stoffwechselfunktionen in Zusammenhang mit den unterschiedlichen Lebensstadien der Fische beachtet werden. So müssen Jungfische etwa gut gefüttert werden, damit ihr Wachstum gut vonstatten geht. Erwachsenen Tiere benötigen während der Fortpflanzungsperiode größere Mengen Futter.



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