Fische zeigen höchst unterschiedliche Verhaltensweisen. Einige können nur in Gesellschaft von Individuen ihrer eigenen Art leben, andere müssen ganz von ihren Artgenossen ferngehalten werden.
Wenn man sich dazu entschließt, neue Fische in ein Aquarium zu bringen, sollte man sich zuerst vergewissern, ob diese mit den anderen Beckenbewohnern friedlich zusammenleben können.
Revierbildende Fische haben das Verhalten angeboren, gewisse Bereiche so abzugrenzen, dass andere Fischarten keinen Zutritt haben oder nur die Jungtiere und ihre Geschlechtspartner dort geduldet werden. Dies wie auch andere angeborenen Verhaltensweisen werden zu bestimmten Zeiten des Lebens hormonell ausgelöst. Der Versuch, das angeborene Verhalten der Fische zu ignorieren, muss zu bitteren Erfahrungen und Enttäuschungen führen.
Ein interessantes Brutverhalten zeigen einige Fischarten, wie z.B. das Bewachen ihrer Eier und den Schutz von Jungtieren. Bei solchen Tieren muss man während der Fortpflanzungsperiode auf Kämpfe im Becken achten. Wenn das Aquarium genügend gross ist, erweisen sich solche Zusammenstösse als folgenlos. Ausserdem sollten die Fische eine ähnliche Größe haben, bei guter Gesundheit und an das Leben im Becken gewöhnt sein.
Die Fische, die auch in der Natur in mehr oder weniger grossen Schwärmen vergesellschaftet leben, bezeichnet man als Schwarmfische. Wenn man den Schwarmfischen ein artgemäßes Leben zusgestehen will, ist in Aquarium das Halten von mehreren Exemplaren derselben Spezies eine unerlässliche Bedingung. Es kommt sehr oft bei diesen Tier vor, dass sich vereinsamte Individuen durch den Mangel an Artgenossen so unsicher fühlen, dass sie schließlich sterben oder sich aggressiv gegenüber anderen Fischen verhalten.
Ein guter Aquarianer zu sein, bedeutet auch, geeignete, für seine Schützlinge bestens artgerechte Lebensbedingungen zu schafffen und den Fischen einen Lebensraum zu schaffen, der so genau wie möglich dem großen Vorbild Natur entspricht.